News Japanische Kapsel mit Asteroiden-Proben unterwegs zur Erde (1 Betrachter)

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BastianYT

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3 Januar 2020
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Die japanische Raumsonde "Hayabusa2" hat ihre kostbare Fracht Richtung Erde abgeschickt. Die Kapsel enthält erste Proben aus dem Untergrund eines Asteroiden. Das Gerät soll in einer Wüste in Australien niedergehen.
Die japanische Raumsonde "Hayabusa2" hat im Weltall eine Kapsel mit Proben des Asteroiden Ryugu abgetrennt und auf den Weg Richtung Erde geschickt. Wie die japanische Raumfahrtagentur Jaxa bekanntgab, löste sich die Kapsel mit dem 4,6 Milliarden Jahre altem Material aus der frühesten Zeit des Sonnensystems in 220.000 Kilometern Entfernung erfolgreich von der Sonde.

Die mit großer Spannung zurückerwartete Kapsel enthält in getrennten Kammern zwei Bodenproben: von der Oberfläche Ryugus sowie zum ersten Mal auch Material aus dem Untergrund eines Asteroiden. Die Wissenschaftler hoffen, durch die Analyse der Proben dieses erdnahen Asteroiden den Ursprüngen des Sonnensystems und des Lebens auf der Erde auf die Spur zu kommen. Ryugu steht für den Unterwasserpalast eines Drachenkönigs aus einer japanischen Erzählung. In der Jaxa-Zentrale brach Jubel und Applaus aus bei der Nachricht von der erfolgreichen Abtrennung der Kapsel.

Landung in Australien erwartet
Der Behälter mit einem Durchmesser von nur 40 Zentimetern wird am Abend (MEZ) beim Eintritt in die Erdatmosphäre zu einem Feuerball und dabei abgebremst. In einer Höhe von rund zehn Kilometern über Australien soll dann gegen 18.30 Uhr (MEZ) ein Fallschirm ausgelöst werden. Daran schwebend soll die Kapsel kurze Zeit später im Woomera-Zielgelände im Süden Australiens aufsetzen. Jaxa hat Satellitenschüsseln, Drohnen und Hubschrauber vor Ort im Einsatz, um die von der Kapsel ausgehenden Funksignale zu empfangen und die Kapsel nach der Landung zu finden. Sollte alles gut gehen, wird die Kapsel per Flugzeug nach Japan gebracht.
An der Mission hatte sich auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem gemeinsam mit der französischen Raumfahrtagentur CNES entwickelten Lander "Mascot" beteiligt. Dieser war im Oktober 2018 auf Ryugu gelandet und hatte diesen erkundet - bis seine Batterie ausging. Im Juni nächsten Jahres beginnen die detaillierten Analysen des auf Ryugu gesammelten Materials. Ein Teil der Proben stellt Japans Raumfahrtagentur Jaxa der NASA sowie 2022 auch Forschern in anderen Ländern zur Verfügung. Auch das DLR plant eigene Untersuchungen.

Bereits 2014 gestartet
Ein Vorgänger-Modell der Raumsonde "Hayabusa2" hatte im Jahr 2010 weltweit erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht. Die mit Spannung erwartete Landung der Kapsel ist der Abschluss der Ryugu-Mission, die im Dezember 2014 mit dem Start der "Hayabusa 2" von Japan aus begonnen hatte. Nach fast vier Jahren im Weltall hatte sie ihr rund 300 Millionen Kilometer entferntes Ziel erreicht. Vor einem Jahr verließ "Hayabusa2" Ryugu wieder.

Nach der Abtrennung der Kapsel bewegt sich die Sonde nun von der Erde wieder weg, um Aufnahmen von der Kapsel zu machen. Danach bricht die Sonde zu einem anderen erdnahen Asteroiden namens "1998KY26" auf. Dort soll sie in zehn Jahren ankommen. Bisher gilt die Mission als voller Erfolg.

Asteroiden sind - wie Kometen - ursprüngliche Himmelskörper. Sie erlauben uns einen Blick zurück in die Entstehungsgeschichte des Sonnensystems vor mehr als vier Milliarden Jahren. Das macht sie so interessant für Forscher. Asteroiden sind aber auch im Fokus, weil sie eine potentielle Bedrohung für uns bedeuten. Ryugus Flugbahn ist zwar für die nächsten Jahrhunderte weit von der Erde entfernt, aber ähnliche erdnahe Asteroiden könnten der Erde eines Tages durchaus gefährlich werden. Deshalb wollen die Planetenforscher so viel wie möglich über diese Typen von Himmelskörpern erfahren.
 

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